Schlechte Zeiten. Zeit zu Bloggen. Ich weiß nicht mehr genau wofür ich weitermache. Ich führe eine frustrierende Beziehung, studiere einen frustrierenden Scheiß und weiß nicht wie ich mich nachts zum einschlafen bewegen kann. Mein moralisches Strafgericht nimmt wieder Überhand. Kritisiert mich, bestraft mich, nimmt mir die Luft. Ich bin nicht gut genug und kurz davor alles hinzuwerfen. Wenn ich dann einschlafe, befällt mich die Angst in diesem Strudel gefangen zu bleiben, wenn ich wieder in mein Unterbewusstsein sinke. Dafür halte ich es zumindest. Völlig klar und bewusst versinke ich in einen Halbtraum, werde mir dessen bewusst und mich befällt Panik. Gefühlte 5 min später tragen meine Aufwachversuche Früchte. Wenn ich mich stark genug fühle, versuche ich die Szenerie zu beherrschen. Gehe vorgestellte Treppen runter um zu verstehen, was das ganze soll. Meistens ist die Angst zu groß irgendetwas schlimmem zu begegnen und nicht mehr rauszufinden. Und dann ruf ich nach Hilfe, aber keiner kommt. Nicht mal die Menschen die für mich da sein wollten. Mir fehlt die Farbe und für die Farbe fehlt mir das Geld. Meine zwei letzten Bilder werde ich gleich einfügen. Mein Kopf dröhnt.
22.5.09 16:35


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4 Wochen ohne Glückspillen. Ich hab Angst und Panik. Meine Alpträume werden wahr. Heute habe ich mir ein stück zahn ausgebrochen. Okay, man sieht es kaum, aber trotzdem. Und dann die Träume darüber mit anderen zu schlafen und es hinterher so sehr zu bedauern und mich schlecht zu fühlen. Manchmal kommen Zeiten, da fühle ich gar nichts mehr dir gegenüber. Keine Liebe, gar nichts. Es macht mir Angst. Weil ich weiß, dass ich das niemals aussprechen darf, es würde dir so sehr weh tun. Ich fühle mich so elend in dieser Gefühlsleere. Freunde will ich nicht sehen, sie langweilen mich, so gern ich sie auch habe. Auch deshalb fühle ich mich schlecht. So viele die auf mein Melden warten. Ich will oft das du gehst, aber stunden später brauche ich dich wieder um so mehr. Heute habe ich mich mit Essen vollgestopft. Das mache ich in der Form eigentlich nur bei meinen Eltern. Meine Eltern sind pleite. Die Stimmung tief unten. Ich schalte mich ab, in dem ich esse. Ich nehme meine kleine Schwester mit. Damit sie auch ein wenig raus kommt aus diesem Elend. Gestern waren wir beim Friseur, auch wenn ich kein Geld mehr habe. Ich will nur nicht das sie so wird wie ich und irgendwann mit 19 mit großer Angst das erste Mal zum Friseur geht. Und dann schicke ich sie Eis holen, damit sie nicht so endet wie ich, mundtot. Sie macht ihre Sache gut. Mein Vater fragt mich nach meinen Noten, aber ich gebe ihm keine Auskunft. Es geht ihn nichts mehr an. Ich bin zurück in diesem halb-depressiven Zustand, den ich meine ganze Jugend schon hatte. Ich kann nicht mal mehr einen ordentlichen blog eintrag verfassen.
18.4.09 23:24


Nachdem ich wochenlang gelernt hatte, die letzte Woche von morgens früh bis abends spät in meinen büchern versank, alles andere vernachlässigte, wurde mir in der Prüfung sinngemäß mitgeteilt, dass ich schlecht und dumm bin und ich hier nichts zu suchen habe. Es war die unfairste Prüfung überhaupt, aber darüber zu reden, erscheint mir Zeitverschwendung. Punkt ist, dass ich 2 Tage in Tränen ausgebrochen bin, wenn ich nur daran gedacht habe. Alles verlor plötzlich an Sinn und ich fragte mich was ich hier überhaupt will. Mein neues Selbstbewusstsein zerbröselte wie frisch gebackener Heidesand zwischen ihren Fingern. Ich nahm Schlaftabletten und verfiel in einen halluzinösen Zustand, statt draufzugehen. M. half mir wieder auf die Beine. Jetzt geht es wieder, langsam aber stetig. Meine Glückspillen habe ich abgesetzt. Das ständige Gähnen, die Muskelschwäche, das nicht-weinen-können, nervt. Und ich kann es nicht leiden, dass ich nach einem halben Glas Bier schon betrunken bin. Dafür macht mir Türkisch wieder mehr Spaß und ein paar Tage kann ich noch tun und lassen was ich will. Ich habe die Prüfung bestanden. Nachdem ich mir klar machte, dass ich immense Angst davor hatte, nicht zu bestehen, verstand ich, dass ich meine eigenen Ziele erreicht hatte, durch das Bestehen, durch meine neue Lernmoral und und und. Scheiß drauf was die anderen sagen. Scheiß drauf ob ich eine Schande für den Prof bin. Und das allerbeste: jetzt hab ich wieder mehr Zeit für meine Bücher, meine Leinwände und alle anderen Produkte meines fruchtbaren Hirns.
31.3.09 11:01


Ich bin dankbar für:

  • M. Einen Menschen gefunden zu haben, der mich glücklich macht und mich in schweren Stunden auffängt.
  • Meine kleine Schwester, die jedesmal wenn ich zur Tür eintrete, mir um den Hals fällt und glücklich strahlt. Und dafür, dass sie mich ihre beste Freundin nennt.
  • Meine Eltern, die mich großgezogen haben trotz das ihr ganzes Leben so unendlich hart und frustrierend war. Dafür, dass sie sich Sorgen um mich machen und mich lieben.
  • Meine Tante, der erste Mensch der mir das Gefühl gegeben hat, toll zu sein, genau so wie ich bin. Gebraucht zu werden und gehört zu werden.
  • Das Klavier, das ich spielen darf und kann.
  • Meine kleine Wohnung, in der sich jeder gleich wohlfühlt.
  • Meine Intelligenz und meine Andersartigkeit.
  • Die helfende Hand, die Gott mir reichte, als ich aufgeben wollte.
  • Meine Schwester die mich besuchte und fast täglich mit mir telefonierte, als ich in der Klinik war und es mir schlecht ging.
  • Mein Onkel F. , der als einziger erkannt hat, wie ich bin, ohne mich zu kennen und dessen Augen so gestrahlt haben, als wir das letzte Mal zum ersten Mal ein richtiges Gespräch geführt haben.
  • Chili, der wunderschöne Hund, der jedesmal ausflippt, wenn ich zur Tür reinkomme und winselt, wenn ich nur mal auf Toilette gehe.
  • Fr. B., meine Therapeutin, die von Anfang an perfekt zu mir gepasst hat und mich gern hat.
  • Die Tatsache, dass ich meines Vaters Lieblingskind bin.
  • Die Tatsache, dass M.'s Eltern sehr lieb sind.
  • Meine Oma, die mich liebt, weil ich bin.
  • Meine Phantasie, die jeden Horizont sprengt.
  • F., weil ich ihn kennengelernt habe und er mich über so viele Jahre hin begleitet hat.
  • C., weil wir sovieles durchgemacht haben und sie dennoch an mich denkt.
  • Meine durchtrainierten Beine und meine Augen.
  • Musik, die mich mitreißt.
Das wars für heute.

 

6.3.09 11:51


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